Zusatz-Information Tour 2: Weg vom Winterberg auf das Prebischtor
Gibt es einen Wanderpfad, der vom Großen Winterberg zum Prebischtor führt ?:
Ja, solch einen Pfad gibt es. Er heißt "Fremdenweg". Die Benutzung dieses Grenzweges war bis zum 21.12.2007 (Schengen-Beitritt) aufgrund tschechischer "Sicherheitsgründe" verboten. Heute ist das touristische Begehen des Fremdenweges auf tschechischem Gebiet leider aus Naturschutzgründen nicht gewollt. Über aktuelle Entwicklungen sollte man sich aber bei der Verwaltung des Nationalparks Sächsische Schweiz und bei der Verwaltung des Nationalparks Böhmische Schweiz informieren.

Auf der "Großen Karte der Sächsischen Schweiz" (1:30.000) von Rolf Böhm ist der Fremdenweg relativ gut sichtbar!

Ab dem Winterberg steigt man zuerst auf dem blau markierten Pfad nach Süden ab und trifft alsbald auf einen gelb markierten Wanderpfad, den Müllerwiesenweg. Beide Markierungen führen dann in östlicher Richtung bergab. Nach vielen Schritten trifft man auf einen kleinen Denkstein. Ab hier führt die blau-gelbe Markierung abwärts in Richtung Zeughaus bzw. Großer Zschand. Kurz hinter dem eben beschriebenen Denkstein kommt von links ein Pfad mit grüner Markierung, der Roßsteig. Diesem grünen Pfad folgt man nun in südöstlicher Richtung bis an die Staatsgrenze. Dieser Pfad ist auch Teil vom sogenannten Malerweg. Dort, wo die grüne Wegmarkierung nach Osten von der Staatsgrenze wegführt, beginnt der inoffizielle Wanderpfad, der nach Südosten bis auf das Prebischtor führt. Man folgt dem Pfad entlang der Grenzsteine 10, 9/23, 9/22 ... bis 8/14, 8/13 und 8/12. Dort bietet sich eine herrliche Aussichtsstelle. Auf das Prebischtor gelangt man, indem man sich am Felsrand nach Westen (rechts) wendet und bis zum Absperrgitter geht. Die Felsbrücke des eigentlichen Prebischtores ist seit 1982 aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil der jahrzehntelange Besucheransturm deutliche Erosionsschäden verursacht hat. Trotzdem habe ich mir erlaubt, die Absperrung zu überwinden, um das Prebischtor von oben zu betreten.
    Der Nachteil der ganzen Tageswanderung ist aber, dass es keinen unmittelbaren Weg von dort oben gibt, der direkt hinunter zum Restaurant Falkennest am Prebischtor führt. Die ehemals vorhandenen Metalltreppen wurden im Zuge der Sicherheitsabsperrungen abgebaut! Das bedeutet, dass vom Winterberg aus Essen und Getränke im Rucksack mitgenommen werden müssten. Der Rückweg nach Deutschland führt den Wanderer über die nun bereits bekannten Pfade wieder zurück Richtung Winterberg. Unterhalb des Winterberges kann man auf dem gelb markierten Pfad (Müllerwiesenweg) die Serpentinen der Winterbergstrasse erreichen und dann auf der roten Markierung absteigen nach Schmilka.
Natürlich kann man auch auf dem von mir beschriebenen Weg abwärts in Richtung Hrensko weiter wandern (siehe Tour 2) oder unterhalb der Auerhahnwände abbiegen in Richtung des offiziellen Wanderweges zum Prebischtor (siehe Tour 1).

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