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Am 22. September 2005 meldete die MÄRKISCHE ODERZEITUNG:

Initiative für Bus contra Bahn

Der Frankfurter Roland Totzauer hat jetzt eine Bürgerinitiative "Pro Bus contra Bahn" ins Leben gerufen. Hintergrund sind die seit Monaten anhaltenden Diskussionen um eine Straßenbahnverbindung nach Slubice. Die Reaktionen unter den Stadtpolitikern sind unterschiedlich.
Roland Totzauer sucht Mitstreiter. Leute, die sich für eine Erdgasbuslinie anstelle einer Straßenbahnlinie nach Slubice einsetzen. Eines seiner Argumente: "Frankfurt ist hoch verschuldet und hat kein Geld für diese Prestige-Investition". Gleichzeitig unterstellt er: "Frankfurts Stadtverwalter finden leider nicht den Mut, ,Nein‘ zu sagen zum Wunsch der Slubicer Stadtverwalter nach einer Straßenbahnlinie, deshalb werden es Frankfurter Bürger im Rahmen dieser Initiative tun."
Oberbürgermeister Martin Patzelt (CDU) hält die Initiative "für unnötig und verwirrend." "Es ist die geringste Form des Respekts, das Nein der Slubicer gegen eine Buslinie zu akzeptieren", mahnte er. Außerdem sei man dabei, die von den Abgeordneten beschlossene Bürgerbefragung für den 22. Januar 2006 vorzubereiten.
"Es wäre interessant, zu erfahren, ob sich die Verwaltung Slubice oder die Slubicer selbst gegen eine Buslinie stemmen. Denn das wäre ein gehöriger Unterschied. Vielleicht schafft es die Bürgerinitiative, die ich begrüße, auch die Slubicer Bürger mit einzubeziehen", so Wolfgang Trobitzsch (SPD).
Carola Leschke (CDU): "Ich finde diese Initiative richtig gut. Bekanntlich sind wir für den Einsatz von Bussen als Test. Denn erst dann finden wir wirklich heraus, ob Bedarf besteht. Und wenn ja, dann könnten Skeptiker einfacher überzeugt werden, dass wir die Verbindung brauchen. Wird sie nicht angenommen, dann haben wir nicht umsonst investiert. Außerdem würde eine Bahn frühestens 2008/2009 fahren, da können wir die Zwischenzeit doch gut nutzen."
"Wenn Bürger sich engagieren und in eine städtische Diskussion eingreifen, dann ist das grundsätzlich gut", wertete Axel Henschke (PDS). Er gehe auch davon aus, dass alle Für und Wider von der Bürgerinitiative betrachtet werden. "Ich habe aber ein bisschen die Befürchtung, dass es hier um nicht gerade nachbarfreundschaftliche Argumente geht", so Henschke.
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